(von) Wilmersdorff

bürgerliche Linie - Vorbemerkungen

|B.T.: Ich bin davon überzeugt, dass der Verlust des Adelstitels -der nachfolgend hier für meinen Zweig der Familie dokumentiert wird- für die Nachfahren regelrecht traumatisierend wirkt, und diese extrem an die ursprüngliche Familiengeschichte bindet. So wurde ich von frühester Jugend an mit der adligen und bürgerlichen Geschichte derer von Wilmersdorff vertraut gemacht.Das Ablegen des Adels wurde nie thematisiert, jedoch immer bedauert. Wenn mein Urahn durch die Liebe seiner -bürgerlichen- Gattin belohnt wurde, ist es der Tribut jedoch allzeit wert!Meinen ehrliche Affirmation vor der uneingeschränkten Bekenntnis zur „Liebe seines Lebens“! Eine Frau, für die es sich lohnt, die Adelsprivilegien abzulegen zu finden, muss ein absoluter Glücksfall gewesen sein! Ur...Opa, ich zolle Dir dafür meinen tief empfundenen Respekt, auch wenn ich bezweifle, dass Du auch nur ansatzweise erahntest, für welche Zweifel Du bei Deinen Nachkommen über Generationen hinweg sorgtest !|

Zweifelsohne ist STAMMVATER der Wilmersdorff‘schen unter B. und C. genannten Nachkommen und zwar gleichviel, wie sich diese schreiben,

der Tuchfabrikant Joachim von Wilmersdorff in Jüterbog gewesen,
und aus welcher Ehe die Brüder Nicolaus und Joachim hervorgegangen sind.

Nach einer Notiz in alten Erburkunden, heisst der Vater des eben genannten Joachim W. ebenfalls Joachim. und der in Pasewalk-Wilmersdorf Kreis Uckermark, Wilmersdorf Kreis Angermünde Familienbesitzungen hatte, die er Anfang des 16. Jahrhunderts als ein Mannlehn verkauft hat.

Dieser Joachim -ein Vetter des 1519 verstorbenen Claus II/(13)- hat den Adel für sich und seine Nachkommen um deswillen abgelegt, als er der Ansicht gewesen ist, dass ein Gewerbetreibender, zumal einige der in Jüterbog geborene W‘s dort Tuchhändler waren, sich diese auch nicht mehr, wie früher, standesgemäß verheiratet hatten, keinen Adel zu führen brauchten.  Solche, nicht ebenbürtige, Ehen wurden als „morganische Ehe“ bzw. „Ehe zur linken Hand“ bezeichnet. Die Frau und deren Nachkommen waren von den Standesvorrechten ausgeschlossen.

Da auch nach den persönlich in Jüterbog vorgenommenen Erörterungen eine ganze Anzahl Wilmersdorff‘s in Jüterbog geboren wurden und dort gelebt haben, so ist zur Evidenz erwiesen, dass der Stammsitz der unter B und C  genannten Wilmersdorff‘s JÜTERBOG ist.

Gleich wie bei den früheren Vorfahren, ist auch nach 1700 zwischen obigen Brüdern

Nicolaus und Joachim

geschlechtsgemäß eine Teilung erfolgt und zwar bildet

B.) Nicolaus die „ältere Linie“ die vollständig ausgestorben ist

und

C.) Joachim -also mein Urur-Großvater- die „jüngere Linie“,

zu der alle unter C.) aufgeführten toten und lebenden Personen aus der neuesten Zeit gehören.


Auch diese Linie teilt sich in die linke C.L) -zu der wir  gehören- und die rechte C.R.) zu der alle übrigen gehören.


Joachim von Wilmersdorff